Big 12 Conference Championships


Lubbock, Texas, 33°C oder mehr, ständiger Wind. Aufstehen um 7, Auftakt um halb 8, Frühstück (Nutella mit ein wenig Weißbrot, ein Apfel, Elektrolyt-geladene Getränke). Abfahrt vom Hotel um 9 und keine Ahnung wo man einchecken muss.

100 m: Das Einchecken fand am Ende dann direkt am Startblock statt. Lauf 1, Bahn 7. Allerdings liefen wir in die andere Richtung, um nicht gegen den Wind zu laufen, also war's wie Bahn zwei. Neben mir mein wohl stärkster Konkurrent, Nick Adcock von Missouri; eine Bahn weiter Teamkollege und Sprintrakete Mantas Silkauskas.
Boom. Ich komme gut aus den Blöcken, beschleunige besser als je zuvor. Wie erwartet schießt Mantas vorne weg und ich komme mit circa 3 Meter Rückstand ins Ziel. Nach dem zweiten Lauf wird das Ergebnis angezeigt, 10,75 Sekunden, "wow!", was für eine Zeit!!! Das erste von fünf "wows!" an diesem Tag.

Weitsprung: Da musste jetzt doch was gehen im Weitsprung. Im ersten Versuch lief ich nicht so richtig auf das Brett zu, hatte gerade am die vordere Kante meines Schuhs dran und kam auch nicht wirklich vom Boden weg. 6,79 m ist definitiv noch nicht was ich wollte. Beim zweiten Anlauf lief es anders. Ich hatte keinen Geschwindigkeitsverlust im letzten Drittel des Anlaufs und traf das Brett optimal. Nach der Landung musste ich keine Weite hören, um zu wissen, dass dieser Versuch weit war. 7,31 m, zweite Bestleistung!

Kugel: Aufwärmen: Zwei Standstöße, einmal Angleiten. Eigentlich schon mehr als ich sonst immer mache. Auf Anhieb im ersten Versuch 14,34 m, neue Bestmarke! Ich hab's dann noch zweimal versucht, beide Stöße gingen aber nicht mehr so weit.

Hochsprung: Wir liefen mit Rückenwind an und ich stieg bei 1,80 m ein, habe danach auch keine Höhe mehr ausgelassen. 1,92m im ersten, 1,95 m im dritten Versuch. Freiluftbestleistung! 1,98 m hätte beinahe noch geklappt, aber die 1,95 m nehm ich auch gerne an. Ich muss dann einfach beim nächsten Mal höher springen!

400 m: Der Knaller zum Abschluss des Tages. Alle gesetzten Athleten hatten Bestleistungen unter 50 Sekunden, also war ein guter Lauf vorhersagbar. Nach 250 Metern hatte ich den vor mir laufenden Trinity Otto eingeholt und machte weiterhin sehr viel Druck ausgangs der der Kurve. Von da an musste ich gegen Nick Adcock kämpfen, der ein sehr starker 400-m-Läufer ist. Ich kam weniger als zwei Meter hinter ihm ins Ziel und hatte erneut Grund zum Jubeln, denn 48,39 Sekunden bedeuten eine Verbesserung meiner Bestzeit um mehr als eine Sekunde!!

Nach dem ersten Tag sammelte ich 4202 Punkte und erzielte 5 Bestleistungen. Mein Teamkollege Mantas Silkauskas hatte 30 Punkte mehr, vor allem seine 10,34 Sekunden über 100 m waren schwer beeindruckend.

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